In einer aktuellen Studie haben sich Grazer Wissenschaftler um Prof. Dr. Niels Hammer (Inhaber des Lehrstuhls für Makroskopische und Klinische Anatomie, Medizinische Universität Graz) mit den Auswirkungen des Gebrauchs von Formalin im Rahmen des Präparierkurses auf Schwangerschaft und Stillzeit beschäftigt: "Formaldehyd ist für den Anatomieunterricht nach wie vor unverzichtbar, doch die potenziellen Risiken für schwangere und stillende Studierende sind nach wie vor unklar. Unsere Untersuchung zeigt, dass die Expositionswerte in Anatomielabors häufig die Vorsorgegrenzwerte überschreiten, während die Belege für Reproduktionsschäden in diesem spezifischen Umfeld begrenzt und nicht schlüssig sind. Wir empfehlen daher einen Risikomanagementansatz, der auf besserer Belüftung, Expositionsreduktion und unterstützenden Alternativen für betroffene Studierende basiert. Gleichzeitig hebt der Artikel hervor, dass uneinheitliche institutionelle Richtlinien selbst vermeidbaren Stress und Ungleichheit für Studierende verursachen können", so Prof. Hammer über ihre in den Annals of Anatomy erschienene Untersuchung.



