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Die Anatomische Gesellschaft gratuliert Ihrem Waldeyer-Preisträger Professor Dr. h.c. Johannes Rohen zum 100. Geburtstag

Zum 100. Geburtstag von Prof. Dr. Dr. Johannes Wilhelm Rohen

Emeritus des Anatomischen Instituts der FAU

Prof. Rohen leitete von 1974 bis 1991 den Lehrstuhl 1 des Anatomischen Institutes. Sein Unterricht war durch seine funktionelle Sichtweise der Strukturen des menschlichen Organismus geprägt, die schon von Benninghoff für die makroskopische Anatomie eingeführt worden, aber noch nicht auf alle Bereiche der Makroskopie ausgedehnt war und die Rohen auf die Neuroanatomie, die Histologie und die Embryologie erweitert hat. Aus der Lehre entstanden die Bücher „Funktionelle Anatomie des Menschen“, „Funktionelle Neuroanatomie“, „Funktionelle Histologie“ und „Funktionelle Embryologie“. Heute hat sich die funktionelle Sichtweise weitgehend durchgesetzt. Mit dem Fotoatlas der Anatomie schuf er ein in über 20 Sprachen übersetztes Standartwerk. Die Anatomische Gesellschaft ehrte ihn 2012 für seine Verdienste in der Lehre mit dem Anton-Waldeyer-Preis. In der Forschung galt sein Hauptinteresse der für die Entwicklung des menschlichen Bewusstseins sehr wichtigen Organe der Sprachbildung und des Sehens. So hat er grundlegende neue Erkenntnisse zum Aufbau des Kehlkopfes und zur funktionellen Morphologie des Auges entwickelt. Durch Forschungsaufenthalte 1959 bis 1960 am Department of Ophthalmology der Washington University in St. Louis, sowie später am Anatomischen Institut von Ahvaz (Iran) und in Kampala (Uganda) konnte er eine intensive Zusammenarbeit mit international herausragenden Ophthalmologen, Physiologen und Pharmakologen aufbauen und grundlegende Arbeiten zur Pathogenese der Glaukomerkrankung und zur Presbyopie (Alterssichtigkeit) publizieren. Er war wesentlich an der Entwicklung der ersten Glaukomoperationen beteiligt. Für seine Erfolge in der Glaukomforschung erhielt er als einer von wenigen zweimal den hoch dotierten Alcon–Research Award in USA, den Albrecht von Graefe Preis der Deutschen Ophthalmologische Gesellschaft sowie in USA den renommierten Helen-Keller-Preis.

Er ist Mitglied der Leopoldina und der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur sowie Ehrenmitglied der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft.

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